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Internationale Vereinigung Intergeschlechtlicher Menschen (OII-Germany)


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Politik und Selbstverständnis

focus

IVIM´s Politik zur Intergeschlechtlichkeit, medizinischen Diagnosen und gesundheitlichen Informationen. 



IVIM liegt sehr viel an dem Recht des Individuums auf Privatsphäre und hinsichtlich des Datenschutzes von medizinischen Unterlagen und verlangt keinerlei Bekanntmachung von medizinischen Informationen oder Diagnosen von seinen Mitgliedern oder Selbsthilfegruppen. Unsere Mitglieder sind instruiert andere Mitglieder nicht nach medizinischen Diagnosen zu fragen, es bleibt jedem selbst überlassen nach eigenem Ermessen diese Informationen zu veröffentlichen und anderen mitzuteilen. Es gibt vielerlei Gründe hierfür.

  1. Intergeschlechtlichkeit ist ein sehr sensibles Thema und viele Menschen suchen Unterstützung ohne dabei private und persönliche Informationen zu ihrem Körper oder ihrer medizinischen Geschichte mit anderen zu teilen.
  2. Viele intergeschlechtliche Menschen haben keine wirkliche medizinische Diagnose da viele mit intergeschlechtlichen Varationen geboren sind, für die es zur Zeit noch keine Erklärung oder Diagnose gibt.
  3. Einige intergeschlechtliche Menschen haben keine medizinische Diagnose, da sie in Unwissen aufgewachsen sind und medizinische Informationen bezüglich ihrer Variation verheimlicht wurden, und die Anzeichen ihrer Variation früh entfernt und medizinische Akten längst zerstört wurden.
  4. Vielen Menschen wird eine genaue Diagnostik aus unterschiedlichsten Gründen verweigert (da zB eine Intergeschlechtlichkeit in den Augen des Arztes nicht besteht oder die Patient_in sogar vorsätzlich in Unwissen gehalten wird) und können diese auch nicht selber bezahlen.
  5. IVIM versteht Intergeschlechtlichkeit nicht als Krankheit und benötigt daher auch keine Diagnose.
  6. In IVIM´s Definition fällt jeder Mensch unter den Begriff Intergeschlechtlichkeit, der mit einem Körper geboren wurde, der dem typischen Standard und Normen von Mann und Frau nicht entspricht.



Ebenfalls findet IVIM es unethisch, ohne die Einwilligung der betroffenden Person über Diagnosen von Gruppenmitgliedern von IVIM zu sprechen, besonders gilt dies für diejenigen, die medizinische Experten sind oder in medizinischen Institutionen beschäftigt sind.


Wenn über die Diagnosen von Menschen des IVIM-Beirats gesprochen wird und dies ohne jeglichen Zugang zu persönlichen medizinischen Unterlagen und ohne Zustimmung der betroffenden Person getan wird, ist dies nicht nur unethisch, sondern eine Verletzung der Privatsphäre und des Datenschutzes. 
Besonders gilt dies wenn solche Informationen von medizinischen Experten oder Angestellten medizinischer Institutionen verbreitet werden.





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Diese Seite wurde am 04.01.09 aktualisiert