Sexistische Genetik und ambivalente Medizin
Curtis E. Hinkle (Begründer der Organisation Intersex International OII)

Viele Intersexuelle und ihre Verbündeten weltweit sind über die neue Nomenklatur der "Disorders of Sex Development" (DSD - Störungen der Geschlechtsentwicklung) beunruhigt. Sie wird inzwischen von den meisten MedizinerInnen - auf der Grundlage der Vereinbarungen der Chicago Consensus Conference von 2006 - und einem Teil der Intersex- Bewegung anstelle des Begriffs „Intersex" benutzt.(1) Die Kategorien und die diagnostischen Benennungen, die die neue Nomenklatur einführt, sind nicht nur stigmatisierend und sexistisch, sondern auch wissenschaftlich fehlerhaft.
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Erschienen im GID SPEZIAL NR. 9 DEZEMBER 2009